Newsletter September 2020

Sehr geehrter Leser, werte Leserin,


hiermit erlaube ich mir, Ihnen die sieben schlimmsten Uralt-Floskeln der heutigen Korrespondenz darzulegen und Ihnen genehmere Alternativen zu erörtern.

Hochachtungsvoll…



Ok, das ist schon harter Stoff. Dieser übertrieben förmliche, sonderbare Einstieg versinnbildlicht allerdings den Ton vieler Geschäftsbriefe und E-Mails, die täglich in unseren Postfächern landen. Sie sind vollgepackt mit den typischen Standardfloskeln, die altbacken, kompliziert und nach «Amtsschimmel» klingen. Oft überkommt einen das Gefühl, als seien sie dem vorletzten Jahrhundert entsprungen. Vielleicht gehören Sie zu denjenigen, die ihre Korrespondenz gerne frischer formulieren würden. Die Frage stellt sich nach dem WIE? Welche Alternativen existieren überhaupt für diese Floskeln? Hier finden Sie mögliche Antworten. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen.

Herzliche Grüsse aus dem Zürcher Oberland

 

Andreas Leu

Die 7 schlimmsten Floskeln in der Geschäftskorrespondenz

Geschäftsbriefe und -mails im Beamtendeutsch kommen heutzutage meistens nicht mehr gut an. Vor allem, wenn es sich um Schreiben für den Verkauf oder als Marketinginstrument handelt. Hier einige Tipps, wie Sie die sieben schlimmsten Floskeln vermeiden.

1. «In der Anlage …»

«In der Anlage sende ich Ihnen die gewünschten Unterlagen» – dieser Einstieg in Begleitschreiben ist nicht nur längst out, sondern auch überflüssig. Denn Ihr Empfänger sieht ja, dass Sie etwas mitschicken. Auch «im Anhang» können Sie bei E-Mails getrost weglassen. Genau wie «anbei», «beiliegend» oder «beigefügt sende ich Ihnen». Denn auch diese Floskeln sind mittlerweile belanglos.


Wie wäre es mit: 

  • Danke schön für Ihr Vertrauen in unseren Service. Hier ist mein massgeschneidertes Angebot, das Sie bestimmt überzeugt.
  • Ich freue ich auf Ihre Bestellung – und auf Sie als unseren Kunden.
  • Gleich nach unserem angeregten Telefonat habe ich mich an die Arbeit gemacht und die gewünschten Informationen für Sie zusammengestellt.
  • Hier ist unser massgeschneidertes Angebot für Sie. Ich hoffe, es sagt Ihnen zu. Liebend gern überzeugen wir Sie nicht nur schwarz auf weiss, sondern auch „live und in Farbe“ von unserem Service.

2. «Wir erlauben uns …»

«Wir erlauben uns, Ihnen unsere Leistungen zu berechnen!» – das ist die wohl schlimmste K.O.-Floskel in Rechnungen! Ein absolutes No-Go! Mit etwas Pech nimmt Ihr Kunde Sie nicht mehr ernst. Warum?
«Erlauben» klingt so, als würde man etwas Unverschämtes tun oder um Almosen betteln. Wie ein unterwürfiger Diener, der vor seinem «Herrn» Auftraggeber niederkniet:«Entschuldigen Sie bitte, dass ich für meine Arbeit von Ihnen Geld verlange!» Stellen Sie Ihr Licht bitte nicht so unter den Scheffel.

Wie wäre es mit:

  • Vielen Dank für unser spannendes/erfolgreiches Projekt. Wie vereinbart berechnen wir Ihnen folgende Leistungen: …
  • Auch der schönste Auftrag geht einmal zu Ende.
  • Herzlichen Dank, dass wir Ihr Dach erneuern durften. Für unsere geleisteten Arbeiten berechnen wir Ihnen:

Und zum Abschied noch der Steilpass für den nächsten Auftrag:

  • Auf weiterhin gute Zusammenarbeit, Ihr Claus Clever.
  • Auf neue Herausforderungen, Ihre Rosa Roth

3. «Bezug nehmend» oder «bezüglich»

Achtung! Diese Floskel gilt in Geschäftskreisen längst als Bürokraten-Deutsch!

Statt: „Bezüglich Ihres Schreibens vom 11. August bestätigen wir Ihnen, dass der Sachverhalt jetzt endgültig geklärt ist.“ …

Wie wäre es mit:

  • Vielen Dank für Ihr Schreiben vom 11. August. Die Angelegenheit ist jetzt endgültig geklärt.
  • Danke schön für Ihre Nachfrage vom 11. August. Wir kümmern uns um Ihr Anliegen und geben Ihnen schnellstens Bescheid.

Einverstanden, das waren noch nicht sieben Floskeln und deren Alternativen. Wenn Sie sich bis hierher durchgelesen haben, sollten Sie nun mal eine Pause machen und sich auf den nächsten Newsletter mit den restlichen vier Floskeln freuen. Sie kommen noch vor Ostern. Versprochen!


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